Nach der Insolvenz von medneo startet das Nachfolgeunternehmen Beyond Imaging mit neuer strategischer Ausrichtung. Der Anbieter setzt auf ein Imaging as a Service-Konzept, bei dem Ärzte und Kliniken MRT-Geräte nutzen können, ohne in eigene Systeme investieren zu müssen. Dieser Ansatz soll vor allem in der Privat-, Präventions- und Sportmedizin ausgebaut werden.
„Die Eigenverwaltung hat uns ermöglicht, Beyond Imaging strategisch und finanziell neu aufzustellen. Wir haben profitables Kerngeschäft gesichert, ineffiziente Strukturen bereinigt und das Fundament für nachhaltiges Wachstum gelegt“, sagt Alexander Klos, CFO und Geschäftsführer von Beyond Imaging.
Das Unternehmen setzt hierbei stärker auf klar strukturierte Abläufe und digitale Prozesse, um Wartezeiten zu verkürzen und schnelle, verlässliche Befunde bereitzustellen. Welche Bedeutung das haben kann, lässt sich in der Zusammenarbeit mit Profisportvereinen wie den Dresdner Eislöwen beobachten, wo schnelle medizinische Entscheidungen wichtig sind.
„Gerade im Leistungssport zählt jede Stunde, wenn es um Verletzungen oder Belastungstests geht“, sagt Marcus Schmidt, CEO und Geschäftsführer von Beyond Imaging. „Kurze Wege und eine flexible Verfügbarkeit ermöglichen frühzeitige Untersuchungen und damit eine schnelle, fundierte diagnostische Einschätzung.“

Ein weiterer Schlüsselbereich in der Prozessoptimierung von Beyond Imaging ist das Remote Scanning. Hierbei handelt es sich um eine zertifizierte Softwarelösung, die ermöglicht, dass MRT-Geräte standortunabhängig gesteuert werden können. Dadurch lassen sich erfahrene Radiologietechnologen flexibel einsetzen – ein Vorteil angesichts des Fachkräftemangels. Der Effekt ist messbar: Seit Einführung der Technologie sank die Ausfallquote laut Unternehmen von rund acht Prozent auf 0,3 Prozent.
„Durch Remote Scanning schaffen wir Flexibilität und Qualität, die in der Diagnostik bisher kaum denkbar waren“, sagt Thuy Vi Reimann, Director Operations von Beyond Imaging. „Unser Anspruch ist es, mit innovativen Lösungen wie dieser die radiologische Versorgung effizienter, vernetzter und zukunftssicher zu gestalten.“








