Durchfall erwischt fast jeden irgendwann. Plötzlich läuft der Bauch Amok, du rennst ständig zur Toilette und fühlst dich schlapp. Auch wenn die Ursachen vielfältig sind – Stress, eine Magen-Darm-Infektion, verdorbenes Essen oder ein empfindlicher Darm – bleibt die Frage dieselbe: Was kann man bei Durchfall essen?
Die Antwort hängt davon ab, wie stark deine Beschwerden sind. Grundsätzlich gilt: Dein Darm ist gereizt und braucht Erholung. Mit der richtigen Ernährung kannst du ihn entlasten, Flüssigkeitsverluste ausgleichen und deine Genesung beschleunigen.
Ernährung bei Durchfall
Die richtige Ernährung bei Durchfall ist entscheidend. In dieser Zeit solltest du auf leichte, bekömmliche Speisen setzen, die den Magen nicht reizen und dem Darm Ruhe gönnen. Empfehlenswert sind ballaststoffarme, fettarme und möglichst naturbelassene Lebensmittel.
Wichtig ist außerdem, die Mahlzeiten über den Tag zu verteilen. Kleine Portionen werden vom Körper besser vertragen und verhindern, dass der Darm überlastet wird. Dein Motto: Weniger, dafür regelmäßig und leicht.
Elektrolyte
Ein großes Problem bei Durchfall ist der Verlust von Elektrolyten. Mit jeder Flüssigkeit, die der Körper ausscheidet, gehen wichtige Mineralstoffe wie Natrium, Kalium und Magnesium verloren. Diese sind jedoch essenziell für Herz, Muskeln und Nerven.
Du kannst Elektrolyte mit speziellen Lösungen aus der Apotheke wieder auffüllen oder dir selbst eine Mischung herstellen: Wasser, eine Prise Salz und ein Löffel Zucker. Auch Lebensmittel wie Bananen (Kalium), Brühe (Natrium) oder gekochte Karotten helfen, den Speicher wieder aufzufüllen.
Lebensmittel für den Darm: Was kann man bei Durchfall essen?

Der Darm ist das Zentrum deiner Verdauung – und wenn er streikt, ist Schonung angesagt. Alles, was bläht, zu viel Zucker enthält oder schwer im Magen liegt, verschlimmert die Situation. Stattdessen braucht der Darm Lebensmittel, die sanft sind und Flüssigkeit binden.
Geeignet sind zum Beispiel:
- gekochter Reis
- Kartoffeln ohne Schale
- Möhrencremesuppe
- Zwieback
- Haferprodukte
So bekommt dein Darm die Chance, sich zu beruhigen und wieder in sein natürliches Gleichgewicht zu finden.
Hausmittel
Hausmittel sind oft die besten Begleiter bei Durchfall, weil sie sanft wirken und kaum Nebenwirkungen haben. Klassiker sind geriebener Apfel, Kamillentee oder Haferschleim. Auch eine klare Brühe kann Wunder wirken, da sie Flüssigkeit, Salz und Wärme liefert.
Viele schwören außerdem auf Möhrensuppe nach Moro, eine alte Rezeptur, die schon bei Babys erfolgreich gegen Durchfall eingesetzt wird. Die enthaltenen Zuckermoleküle binden schädliche Bakterien im Darm und unterstützen die Heilung.
Apfel
Äpfel sind ein natürliches Hausmittel bei Durchfall – aber bitte nicht einfach in die Frucht beißen. Erst gerieben entfaltet der Apfel seine Wirkung. Der Grund: Beim Reiben wird Pektin freigesetzt, ein löslicher Ballaststoff, der Flüssigkeit bindet und den Stuhl fester macht.
So geht’s: Einen frischen Apfel schälen, reiben und kurz stehen lassen. Dann langsam löffeln. Wichtig: nicht zu viel auf einmal essen, sonst kann der Effekt ins Gegenteil umschlagen.
Banane
Die Banane gehört zu den beliebtesten Lebensmitteln bei Durchfall. Sie ist mild, leicht verdaulich und liefert wertvolles Kalium. Damit gleicht sie den Elektrolytverlust aus und schenkt dem Körper Energie.
Am besten eine reife Banane essen, zerdrückt oder in kleine Stücke geschnitten. Zusammen mit Zwieback oder Haferschleim ist sie besonders bekömmlich.
Akut
Ist der Durchfall akut, solltest du den Darm erst einmal entlasten. Das bedeutet: In den ersten Stunden am besten gar nichts Festes essen, sondern nur trinken. Stilles Wasser, ungesüßter Kamillentee oder eine Elektrolytlösung sind hier ideal.
Nach einigen Stunden kannst du langsam mit leichter Kost starten – Zwieback, eine halbe Banane oder etwas Haferschleim. So gewöhnst du den Darm Schritt für Schritt wieder an Nahrung.
Gerieben
Geriebene Lebensmittel sind bei Durchfall ein echter Geheimtipp. Durch das Reiben werden die Fasern aufgebrochen, die Nahrung wird leichter verdaulich und der Körper kann die Nährstoffe besser aufnehmen. Neben Äpfeln eignen sich auch Karotten oder Zucchini in geriebener Form.
Besonders geriebene Karotten sind hilfreich, weil sie bestimmte Stoffe enthalten, die das Wachstum von schädlichen Bakterien im Darm hemmen.
Zwieback
Zwieback ist der Klassiker bei Magen-Darm-Problemen. Er ist leicht, fettarm und trocken, was ihn ideal macht, wenn dein Darm Ruhe braucht. Zwieback saugt Flüssigkeit auf, ist angenehm mild und gibt dir das Gefühl, etwas im Magen zu haben.
Am besten pur essen oder mit einem milden Kräutertee kombinieren.
Salzstange
Salzstangen kennt jeder als Notfall-Snack bei Durchfall. Sie liefern Salz, das dein Körper dringend benötigt. Aber Vorsicht: Sie enthalten kaum Kalium. Deshalb solltest du sie am besten mit einer Banane kombinieren. So ergänzt sich der Mineralstoffhaushalt perfekt.
Diarrhoe
Diarrhoe ist der medizinische Ausdruck für Durchfall. Er bezeichnet wiederholten, wässrigen Stuhlgang, der mehrere Male am Tag auftreten kann. Wichtig ist, den Flüssigkeitsverlust auszugleichen und den Darm nicht zusätzlich zu belasten.
Auch wenn Diarrhoe in den meisten Fällen harmlos ist, solltest du bei starken Beschwerden, Blut im Stuhl oder anhaltendem Durchfall unbedingt einen Arzt aufsuchen.
Haferschleim
Haferschleim ist ein echtes Wundermittel, wenn du dich fragst: Was kann man bei Durchfall essen? Er ist mild, sättigend und beruhigt die gereizte Darmschleimhaut. Außerdem liefert er Energie und wertvolle Nährstoffe.
Rezept: Zwei Esslöffel Haferflocken in Wasser oder fettarmer Milch aufkochen, bis ein cremiger Brei entsteht. Mit zerdrückter Banane kombinieren – perfekt bei akuten Beschwerden.
Kamillentee
Kamillentee ist nicht nur ein wohltuendes Getränk, sondern auch ein echtes Heilmittel. Er beruhigt den Magen, wirkt entzündungshemmend und entspannt die Darmmuskulatur. Das macht ihn ideal bei Krämpfen und Bauchschmerzen.
Trinke am besten mehrere Tassen warm über den Tag verteilt. Achte darauf, den Tee ungesüßt zu genießen.
Cola und Salzstangen
Cola und Salzstangen gelten als angeblicher Geheimtipp – tatsächlich ist diese Kombination aber nicht empfehlenswert. Cola enthält Zucker und Koffein, die den Darm reizen können. Salzstangen alleine sind in Ordnung, aber nicht ausreichend, um den Mineralstoffverlust auszugleichen.
Besser: Banane und Salzstange statt Cola und Salzstange.
Nahrungsmittel
Die Wahl der richtigen Nahrungsmittel ist der Schlüssel zur Genesung. Gut geeignet sind:
- gekochter Reis
- Kartoffeln ohne Schale
- Möhrensuppe
- Apfelmus
- Bananen
- Zwieback
- Haferschleim
Diese Lebensmittel sind mild, leicht verdaulich und liefern gleichzeitig wichtige Nährstoffe.
Was man bei akutem Durchfall essen sollten

Bei Durchfall essen sollten alle Speisen möglichst sanft und schonend sein. Vermeide alles, was den Darm reizt: Fett, Zucker, Alkohol, Kaffee, Milchprodukte und Rohkost. Auch kohlensäurehaltige Getränke sind tabu.
Gut geeignet sind einfache, warme Mahlzeiten. Je natürlicher und einfacher, desto besser.
Was darf man bei Durchfall nicht zu sich nehmen?
Neben fettigen, süßen oder scharfen Speisen gibt es noch weitere No-Gos:
- Alkohol und Nikotin
- Fast Food und Fertiggerichte
- kohlensäurehaltige Getränke
- Hülsenfrüchte und blähendes Gemüse
- stark gewürzte Speisen
Diese Lebensmittel verschlimmern die Beschwerden, reizen den Darm und verlängern die Dauer des Durchfalls.
Welches Essen beruhigt Magen und Darm?
Am besten beruhigen warme, weiche und leicht verdauliche Speisen deinen Magen-Darm-Trakt. Dazu gehören:
- Haferschleim
- gekochter Reis
- Kartoffelpüree ohne Butter
- Bananen
- geriebene Äpfel
- Kamillentee
- klare Brühe
Diese Nahrungsmittel liefern Nährstoffe, sind angenehm mild und geben deinem Darm die Möglichkeit, sich zu erholen.
Fazit: Was kann man bei Durchfall essen?
Wenn du dich fragst, was kann man bei Durchfall essen, lautet die Antwort: einfache, leichte und nährstoffreiche Lebensmittel, die deinen Körper stabilisieren und den Darm schonen.
Viel trinken, Mineralstoffe auffüllen und auf sanfte Kost setzen – so kommst du am schnellsten wieder auf die Beine.








