Die Haut kommt den Tag über mit allerlei belastenden Stoffen aus der Umwelt in Kontakt. Aber nicht nur das, gleichermaßen produziert unsere Haut Talg, auch Schweiß sammelt sich da an und vermischt sich anschließend mit dem daran klebenbleibenden Schmutz. Weil sich die Hautzellen selbst kontinuierlich erneuern, ist es zudem ratsam, abgestorbene Hautpartikel abzutragen. Hier kommen Peelings ins Spiel.
Salicylsäure (BHA) befreit die Haut auf chemische Weise
Bei Peelings ist grundlegend zwischen zwei großen Gruppen zu unterscheiden: Mechanische Peelings arbeiten mit Reibung, sie kratzen also gewissermaßen die Haut frei. Das ist zwar einigermaßen effektiv, aber nicht unbedingt sanft und für viele Menschen mit vorbelasteter Haut nicht geeignet. Chemische Peelings nutzen hingegen die namensgebenden chemischen Reaktionen. Zu diesen zählt auch die Salicylsäure, die gleichzeitig aber anders als die ebenfalls bekannten AHA-Säuren funktioniert.
AHA-Säuren, wie Milch- und Glykolsäure, sind wasserlöslich und wirken auf der Hautoberfläche. BHA ist hingegen eine Beta-Hydroxy-Säure, die fettlöslich ist und zudem tief in die Poren eindringt. Dadurch kann sie verklebten Talg und Hautzellen gleichermaßen lösen, die Poren werden also gewissermaßen durchgewirbelt und freigespült. Wichtig dabei: BHA-Säure reduziert den hauteigenen Sonnenschutz. Tagsüber UV-Schutz aufzutragen wird also noch wichtiger, um das Risiko von Hautschäden und Hautkrebs zu reduzieren.
Welche Vorteile hat Salicylsäure?

Sofern die Haut BHA-Säure akzeptiert und gut verträgt, kann das chemische Peeling bei regelmäßiger Anwendung viele Vorteile haben.
Darunter diese:
- Die keratolytische Wirkung löst die klebende Masse zwischen den Hornzellen, wodurch die Haut sanfter abschuppt und der Teint ebenmäßiger wird.
- Gegen Unreinheiten und Mitesser hilft Salicylsäure ebenfalls, da sie den Talg herausspült und damit die Poren klärt, wodurch sich das Risiko für derartige Entzündungen reduziert.
- Salicylsäure hat eine beruhigende und antientzündliche Wirkung, was bei zu Reizungen, Rötungen und Unreinheiten neigender Haut hilfreich ist.
Ein Peeling mit Salicylic Acid kann zudem zu einem porenverfeinernden Hautbild führen. Zwar werden vorhandene Poren rein biologisch nie komplett verschwinden, sofern der Talg in diesen aber regelmäßig herausgelöst wird, werden sie sich zumindest nicht ständig dehnen und vergrößern.
Wie wird Salicylsäure effektiv genutzt?
Ganz klassisch wird BHA-Säure in flüssigen chemischen Peelings genutzt. Sie werden dann auf die zuvor gereinigte Haut appliziert. Nach einer Einwirkzeit von rund 15 Minuten kann die Hautpflege-Routine fortgesetzt werden. Die meisten BHA-Peelings werden also nicht abgewaschen, sondern wirken über Nacht ein.
In Cleansern und Seren ist Salicylsäure ebenfalls oftmals enthalten, dann steht der peelende Effekt aber nicht mehr so stark im Fokus. In Cleansern spielen der leicht peelende und beruhigende sowie reinigende Effekt eine Schlüsselrolle. In Seren und Gelen wird BHA oft auch als Spot-Treatment bei Entzündungen genutzt. Einige Cremes mit BHA gibt es ebenfalls: Dann wird die Salicylsäure oftmals ohne stark peelenden Effekt formuliert, kann aber weiterhin einen beruhigenden und klärenden Effekt haben.
Wichtig: Wer mit chemischen Peelings noch keine Erfahrungen gesammelt hat, sollte sich langsam an diese heranwagen. Anfänglich genügt es, die Säure einmal in der Woche zu nutzen. Typischerweise wird sie mit einer Konzentration von 1 bis 2 % formuliert. Niedrigere Dosierungen können bei Einsteigern ebenfalls empfehlenswert sein. Außerdem sollte die Haut natürlich immer ganzheitlich unterstützt werden, denn auch Stress, Alkohol, Nikotin und Co. belasten das Hautbild.








